Was sind Legionellen, Pseudomonaden, E. Colli und Co?

Wodurch entsteht eine Legionellenerkrankung?

Legionellen

Legionellen sind Bakterien, die beim Menschen unterschiedliche Krankheitsbilder (Legionellenerkrankung) verursachen, von grippeartigen Beschwerden bis zu schweren Lungenentzündungen. Sie sind weltweit verbreitete Umweltkeime, die in geringer Anzahl natürlicher Bestandteil von Oberflächengewässern und Grundwasser sind.

Das Einatmen von legionellenbelasteten Aerosolen (feinsten Wassertröpfchen) oder Feinstäuben kann zu einer schweren Lungenentzündung, der so genannten Legionärskrankheit, führen. Das Trinken von legionellenbelastetem Wasser stellt kein gesundheitliches Risiko dar. Ein erhöhtes Risiko haben Personen mit geschwächtem Immunsystem, mit chronischen Lungenerkrankungen sowie Raucher. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist nicht möglich.


Pseudomonaden

Pseudomonaden lieben eine feuchte Umgebung und leben im Leitungs- und Badewasser, Feuchtreservoiren und im Boden. Pseudomonas aeruginosa verursacht beispielsweise Lungenentzündungen, eitrige Hautinfektionen, Hornhautentzündungen oder Blutvergiftungen. Auch diese Erreger produzieren Giftstoffe, die zu Durchfällen führen können.


E. Coli

E.coli ist die Abkürzung für Escherichia coli. Die E.coli Bakterien sind Auslöser von Durchfall und Darmentzündungen. Daraus können in schlimmsten Fällen lebensgefährliche Nierenschäden entstehen. Einerseits sind E.coli harmlos und nützlich. Andererseits richten die Bakterien großen Schaden an, sobald sie den Darm verlassen und in die Nieren oder die Blase wandern.


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Leitlinie Legionellen
AGES - Österreichische Agentur für Gesundheit
Leitlinie_Legionellen.pdf
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